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Wissenschaft trifft Anwendung: Pilotprojekt zur Ganzkörperkälte

05.03.2026

Was geschieht im Körper, wenn der menschliche Organismus für 3 Minuten einer Temperatur von –110 °C ausgesetzt wird?

Diese Frage stand im Zentrum eines wissenschaftlich begleiteten Pilotprojekts, das im Februar 2026 in unserem Showroom in Gelnhausen durchgeführt wurde. Initiiert wurde das Projekt von Livity Health, die unsere Räumlichkeiten sowie unsere 2-Raum-Kältekammer cryoE2 all-in-one  -110 °C für strukturierte Messungen unter realen Anwendungsbedingungen genutzt haben.

 

Projektdesign mit reproduzierbarem Anspruch

Gemeinsam mit einem interdisziplinären Team aus medizinischen Fachkräften und freiwilligen Teilnehmern wurden vor und nach der Anwendung zentrale Parameter erhoben. Im Fokus standen unter anderem:

  • Herzratenvariabilität als sensibler Marker für die Regulation des autonomen Nervensystems
  • Oberflächentemperatur der Haut zur Quantifizierung thermoregulatorischer Reaktionen
  • Subjektives Wohlbefinden als ergänzender, patientenorientierter Parameter

Zum Einsatz kam das hochauflösende Infrarot-Thermografiesystem IRIS-XP von Medicore. Das FDA- und CE-zugelassene System erfasst nicht-invasiv und in Echtzeit Temperaturveränderungen mit einer Auflösung von 0,05 °C. Selbst minimale physiologische Reaktionen werden so sichtbar und dokumentierbar.

Entscheidend für die Aussagekraft des Projekts war die Kombination aus präziser Messtechnologie, medizinischer Begleitung und kontrollierter Umgebung. Erst diese Konstellation schafft die Voraussetzung für valide, nachvollziehbare und unter definierten Bedingungen reproduzierbare Ergebnisse.

 

Relevanz für den Kryomarkt

Der Markt für Ganzkörperkälte entwickelt sich dynamisch. Parallel dazu steigt der Anspruch an Evidenzbasierung und Transparenz. Zwar existieren bereits wissenschaftliche Untersuchungen zur Ganzkörperkälte, jedoch trägt jede zusätzliche Validierung mit klar definiertem Protokoll und moderner Messtechnologie dazu bei, die empirische Grundlage der Branche weiter zu stärken.

Für uns als Hersteller bedeutet dies, Entwicklung nicht ausschließlich technologisch zu denken, sondern datenbasiert weiterzuführen. Technologische Exzellenz entfaltet ihren strategischen Mehrwert dort, wo sie objektiv überprüfbar ist und nachvollziehbare Ergebnisse generiert.

Praxisrelevanz durch reale Anwendungsbedingungen

Von besonderer Bedeutung ist, dass die Datenerhebung mit unserer Kältekammer cryoE2 all-in-one durchgeführt wurde. Die Ergebnisse stehen somit in direktem Zusammenhang mit einer konkreten technischen Infrastruktur und sind nicht losgelöst von der praktischen Anwendung zu betrachten.

Diese Nähe zur realen Betriebssituation schafft eine belastbare Entscheidungsgrundlage für Betreiber, Ärzte und Investoren, die auf valide Parameter und transparente Leistungsmerkmale angewiesen sind.

Perspektive und strategische Weiterentwicklung

Das Projekt markiert einen ersten, methodisch strukturierten Schritt innerhalb eines längerfristig angelegten Entwicklungsprozesses. Vertiefende Analysen sowie weiterführende Auswertungen in Kooperation mit Livity Health befinden sich bereits in Vorbereitung.

Wir verstehen diese Initiative als strategische Investition in die Schnittstelle von Technologie, Health und Longevity.

Unsere Überzeugung ist klar: Die Zukunft der Kryoanwendungen wird dort gestaltet, wo Wirkung nicht behauptet, sondern präzise gemessen und wissenschaftlich eingeordnet wird.

Die dargestellten Ergebnisse stellen keine medizinische Beratung oder Therapie dar. Es handelt sich nicht um ein Medizinprodukt im Sinne der MDR.