Austausch einer Kältekammer in der Spessart Therme

10.07.2026

Austausch einer Kältekammer in der Spessart Therme Bad Soden-Salmünster

In der Spessart Therme in Bad Soden-Salmünster hat sich über viele Jahre hinweg eine klare Kompetenz im Bereich moderner Kälteanwendungen etabliert. Kälteanwendungen werden dort als fester Bestandteil eines ganzheitlichen Ansatzes für Regeneration, Gesundheit und Wohlbefinden verstanden. In diesem Kontext hat insbesondere Michael Weisbecker (Leitung PhysioVitamed und WellVitamed) als Profi für Ganzkörperkälte eine zentrale Rolle in der kontinuierlichen Weiterentwicklung der Anwendungskonzepte gespielt.

15 Jahre Kälteanwendungen in der Spessart Therme Bad Soden-Salmünster

Die Spessart Therme bietet ihren Gästen seit 15 Jahren die Nutzung einer -110 °C Kältekammer. Die bestehende Kältekammer im Haus war über die vielen Jahre im Einsatz, was sichtlich Spuren hinterlassen hat. Zudem besaß die Kammer veraltete Technik und einen hohen Stromverbrauch. Die Kammer stand demnach perspektivisch vor einer grundlegenden technischen Erneuerung. Neben steigenden Anforderungen an Energieeffizienz und Betriebssicherheit zeigte sich, dass die anstehende Instandsetzung wirtschaftlich nicht mehr sinnvoll abbildbar war. Die kalkulierten Sanierungskosten lagen über den Kosten einer vollständigen Neuinvestition in eine Druschke Cryo Tech Kammer.

Damit wurde klar, dass nicht nur eine technische Modernisierung notwendig war, sondern ein konzeptioneller Sprung hin zu einer zukunftsfähigen Gesamtlösung.

 

Entscheidung für eine neue Systemgeneration

Nach einer umfassenden Analyse der Optionen entschied sich die Spessart Therme mit dem Gremium des Kurortes Bad Soden-Salmünster bewusst für eine neue Ganzkörperkältekammer von Druschke Cryo Tech GmbH. Ausschlaggebend war nicht nur die technologische Leistungsfähigkeit und regionale Verbundenheit, sondern auch das integrierte Gesamtkonzept das Betrieb, Effizienz und Nutzererlebnis in einer Lösung zusammenführt.

Die neue -110°C Kammer cryoE2 all in one Team setzt auf eine kompakte Systemarchitektur, bei der die gesamte Technik direkt im Gerät verbaut ist. Dadurch entfällt die bisherige externe Unterbringung im Kellerbereich, was im laufenden Betrieb eine deutliche Vereinfachung der Infrastruktur bedeutet. Die langen Leitungsführungen entfallen somit ebenso.

 

Echte −110 °C durch kontrollierte Luftkonvektion

Ein entscheidender Qualitätsfaktor der neuen Anlage ist die Art der Kälteerzeugung und Temperaturführung. Die cryoE2 arbeitet mit einer kontrollierten Luftkonvektion und erreicht dabei echte, stabile −110 °C im Anwendungsraum. Im Gegensatz zu Systemen, bei denen Anwender lediglich mit sehr kalter Luft angeblasen werden, entsteht die Kältewirkung hier durch eine gleichmäßig temperierte Kammeratmosphäre.

Durch die kontinuierliche Steuerung von Zuluft- und Ablufttemperatur entsteht ein homogenes Temperaturfeld innerhalb der gesamten Kammer. Temperaturschwankungen werden minimiert und alle Nutzer profitieren von denselben reproduzierbaren Anwendungsbedingungen.

Für die Spessart Therme bedeutet dies ein Höchstmaß an Prozesssicherheit und Anwendungsqualität. Die Anwender erleben die volle Intensität einer echten −110 °C Ganzkörperkälteanwendung, unabhängig davon, an welcher Position sie sich innerhalb der Kammer befinden.

Thermografische Visualisierung macht Kälte erstmals sichtbar

Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal neben der fortschrittlichen Technik ist das integrierte thermografische Visualisierungssystem Cryo OS Max. Die Kältekammern von Druschke Cryo Tech sind das erste System am Markt, das Anwendern die Wirkung der Ganzkörperkälte unmittelbar sichtbar macht.

Mithilfe einer Thermografiekamera werden vor und nach der Anwendung Wärmebilder aufgenommen und miteinander verglichen. Nutzer können dadurch die tatsächliche Abkühlung ihrer Hautoberfläche direkt nachvollziehen und die physiologische Wirkung der Kälteanwendung visuell erleben.

Für die Spessart Therme eröffnet diese Technologie zusätzliche Möglichkeiten in der individuellen Anwendungsbegleitung. Die gewonnenen Temperaturdaten unterstützen dabei, die Anwendungsdauer und Anwendungsintensität noch gezielter auf den jeweiligen Nutzer abzustimmen. Gleichzeitig stärkt die visuelle Darstellung das Verständnis für die Wirkung der Kälte und erhöht die Akzeptanz der Anwendung.

Aus einer oft subjektiv wahrgenommenen Erfahrung wird damit ein nachvollziehbares und messbares Erlebnis.

Umsetzung des Austausches im laufenden Betrieb

Eine besondere Herausforderung lag im vollständigen Rückbau der bestehenden Anlage und der anschließenden Integration der neuen Technologie an exakt derselben Position innerhalb des bestehenden Anwendungsraums.

Der Rückbau der alten Kammer wurde vollständig durch unser Team übernommen und so geplant, dass die betrieblichen Abläufe der Therme nur minimal beeinflusst wurden. Im Anschluss erfolgte die Neuinstallation und Inbetriebnahme unserer Kammer.

Das Ergebnis ist eine deutlich optimierte Raumnutzung. Trotz leistungsstärkerer Technik steht im Anwendungsbereich heute signifikant mehr Raum zur Verfügung.

 

Ergebnis und Wirkung im Betrieb

Die neue Anlage ermöglicht eine gleichzeitige Nutzung durch drei bis vier Personen. Gleichzeitig wurde die technische Basis konsequent auf Effizienz und Verbesserung der Umweltbilanz ausgerichtet.

Die technischen Ergebnisse im Überblick:

  • Die CO2 Emissionen konnten um 70 Prozent reduziert werden
  • Der Stromverbrauch liegt rund 50 Prozent unter dem Niveau der vorherigen Anlage
  • Weniger Kältemitteleinsatz
  • Die Technik ist vollständig integriert und reduziert externe Infrastruktur deutlich

 Nils Jaschik, Geschäftsführer der Spessart Therme betont, dass es für sie ein bedeutender technischer Fortschritt ist.

Vereinfachte Handhabung, optimierte Betriebslogik und erhöhte Hygienestandards

Ein weiterer wesentlicher Fortschritt zeigt sich im täglichen Betrieb für das PhysioVitamed Team: Während die vorherige Systemlösung im Dauerbetrieb gehalten werden musste und damit 24 Stunden am Tag aktiv lief, wurde mit der neuen Generation ein deutlich intelligenteres Betriebsmodell etabliert.

Die cryoE2 all in one Kältekammer benötigt eine Abkühlzeit von rund drei Stunden und eröffnet damit erstmals die Möglichkeit eines klar strukturierten, zeitgesteuerten Betriebs. Über einen vorprogrammierten Ablauf kann die Anlage gezielt in den Abendstunden in den Abtauprozess überführt werden und am Morgen wieder eigenständig in den Betriebsmodus starten. Diese Automatisierung reduziert nicht nur den manuellen Aufwand im operativen Alltag, sondern schafft auch eine neue Qualität in der Planbarkeit.

Aus betriebswirtschaftlicher Perspektive führt dieses intelligente Zeitmanagement zu einer weiteren signifikanten Reduktion des Energieverbrauchs, da keine durchgehende Kühlung mehr erforderlich ist. Der Energieeinsatz wird gezielt auf Nutzungszeiten ausgerichtet.

Gleichzeitig bringt der regelmäßige Abtauzyklus einen hygienischen Mehrwert mit sich. Durch die Entfernung von Kondensat und Feuchtigkeit wird die Anlage kontinuierlich regeneriert, wodurch sich optimale Bedingungen für eine dauerhaft saubere und kontrollierte Anwendung ergeben.

Wirkung auf Nutzer

Seit der Inbetriebnahme zeigt sich ein durchweg positives Feedback aus dem Nutzerkreis. Besonders hervorgehoben werden die intensivere Wahrnehmung der echten -110 °C und die modernere Atmosphäre.

Mit der Entscheidung für die neue Kältekammer wurde nicht lediglich ein technisches System ersetzt, sondern ein gesamter Anwendungsbereich strategisch neu ausgerichtet.

Die Zusammenarbeit zeigt exemplarisch, wie unsere Kältetechnologie bestehende Strukturen nicht nur ersetzt, sondern nachhaltig weiterentwickelt.